Der EU AI Act: Was Software-Hersteller jetzt wissen müssen
Andrea Pichl
Head of Business Development
"Der AI Act klassifiziert KI-Systeme nach Risiko. Hochrisiko-Systeme (z.B. HR, Kritische Infrastruktur) benötigen Zertifizierungen, Qualitätsmanagement und menschliche Aufsicht."
Mit dem AI Act hat die EU das weltweit erste umfassende Regelwerk für künstliche Intelligenz geschaffen. Für Softwarehäuser bedeutet das: Compliance ist nicht mehr optional. Wer ignoriert, riskiert Strafen bis zu 35 Mio. Euro oder 7% des weltweiten Umsatzes.
Risikoklassen verstehen
Das Gesetz unterscheidet vier Stufen:
- Verbotene Praktiken: Social Scoring, biometrische Fernerkennung in Echtzeit.
- Hochrisiko-KI: Medizinprodukte, Recruiting-Tools, Kreditscoring. Hier gelten strengste Doku-Pflichten.
- Begrenztes Risiko: Chatbots und Deepfakes (Transparenzpflicht: "Ich bin eine KI").
- Minimales Risiko: Spam-Filter, Videospiele (Keine neuen Pflichten).
Wir empfehlen unseren Kunden, bereits in der Designphase ("Privacy by Design") zu prüfen, in welche Kategorie das geplante Feature fällt.
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